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Mдrz / I - Das orthodoxe Gotteshaus (innen) Версия в формате PDF Версия для печати Отправить на e-mail
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Thema der Woche:   Das orthodoxe Gotteshaus (innen)

Nachdem schon im Januar 2010 das orthodoxe Gotteshaus von außen betrachet wurde, wollen wir nun diese Thematik vervollständigen und einen kurzen Rundgang durch den orthodoxen Kirchenraum machen. Die zahlreichen Bilder des Artikels zeigen die Apsis und Kuppel, die Ikonostase und den Altarraum, den Bischofsthron und Ambo, sowie den Ort, an dem man durch die Taufe in die orthodoxe Kirche aufgenommen wird. Auf dem Titelbild sehen wir die Agia Sophia in Konstantinopel - das Vorbild aller orthodoxen Kirchen.
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Beim Betreten der orthodoxen Kirche fällt der Blick sehr schnell auf zwei wichtige Orte: Die Apsis und die Kuppel. In der Apsis (also dem Übergang der Wand auf der östlichen Seite hin zur Decke) findet sich immer die "Panagia", die "Ganzheilige", die Gottesgebärerin, die häufig die Arme ausgebreitet hat oder mit diesen auf den Pantokrator, den allherschenden Christus in der Kirchenkuppel verweist. Das linke Foto stammt aus der Klosterkirche Osios Loukas (Griechenland)


Das zentrale Element des Kirchenraumes ist die Ikonostase, eine Bilderwand, auf der immer Christus und Maria, Johannes der Täufer, der Kirchenpatron und weitere Heilige dargestellt sind.

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Rumän.-orthodoxe
Kirche (Wien)
Griech-orth. Seitenkapelle Nahaufnahme zweier Ikonostasen, auf der einzelne Ikonen zu erkennen sind.

Sie trennt den Altarraum,
der für den Himmel steht, vom Kirchenschiff, das ein Sinnbild für die Erde ist

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Die wesentliche Verbindung ist die Königspforte. Sie wird nur von Klerikern durchschritten. Das geschieht immer an zentralen Stellen der Liturgie: Der Diakon durchschreitet sie, um das Evangelium zu verkünden. Der Priester geht hindurch zur Kommunion der Gläubigen. Es sind die Stellen der Liturgie, an denen die Grenze zwischen Himmel und Erde durchbrochen wird, 
Die Königspforte
Der Altar
Blick in den Altarraum

an denen Christus selbst spricht und sich den Menschen in der Eucharistie schenkt. 

Hinter der Ikonostase steht der Altar. Die primäre Funktion des Altares ist die Feier der Eucharistie, in der er zum Thron des geopferten Lammes Jesus Christus wird (vgl. Offb 22,3). Der Altar ist immer so aufgestellt, dass der Priester in gleicher Richtung wie das gläubige Volk, vor dem Altar steht, und sich dabei nach Osten wendet. Hinter dem eigentlich immer umschreitbaren Altar befindet sich das Kreuz und  in russischer Tradition auch ein siebenarmiger Leuchter. Des weiteren ruht hier auch grundsätzlich das Evangeliar, welches nur bei liturgischen Handlungen (z.B. kleiner Einzug) weggenommen wird.
 

Auf der linken Seite hinter der Ikonostase befindet sich ein Tisch, der „Proskomidie“ oder „Prothesis“ genannt wird. Dort werden vor der Liturgie die Gaben bereitet und nachher konsumiert. Die Bezeichnung des liturgischen Ortes, ist mit dem Namen der liturgischen Handlung identisch, das heißt: Der Vorgang der Zubereitung von Brot und Wein wird ebenfalls "Proskomidie/Prothesis" genannt. (Bilder)

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In jeder orthodoxen Kirche befindet sich ein Bischofsthron. In griechischer Tradition ist er an der rechten Seite vor der Ikonostase, in russischer Tradition steht er in der Apsis (Synondron).

Auf diesem Thron kann jeder Bischof Platz nehmen, er hat nicht die Funktion einer Cathedra. Auch in Abwesenheit des Bischofs wird dieser Thron beräuchert, um so auch die Verbundenheit zum Ortsbischof darzustellen.

Griechisch-orthodoxer Bischofsthron

Für die Verkündigung des Evangeliums gibt es einen eigenen Ort, den Ambo. Er ist allerdings, anders als in katholischen Kirchen, nur für diese Funktion bestimmt. und wird daher nur vom Diakon  betreten (In dessen Abwesenheit liet ein Priester das Evangelium von der Pforte aus). Die Lesungen und Psalmen werden nicht von hier vorgetragen. Von der Form und Anordnung hingegen hat er starke Ähnlichkeit zur lateinischen "Kanzel", denn er ist auch erhöht gebaut und trägt Darstellungen der 4 Evangelisten. 

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Ambo einer grie- chischen Kirche Byzantinisches Kirchengestühlt

Erstes Bild: Griechisch-orthodoxe Kirche von Frankfurt "Prophet Elias".

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Piscina (Taufstelle)
Bei einer Kindertaufe
Weihwasserkessel
Kuppel eines
Baptisteriums

Die letzten vier Bilder befassen sich mit der orthodoxen Taufe. Links sieht man eine Taufkapelle, in welcher der Täufling durch dreimaliges Untertauchen auf den Namen der göttlichen Dreiheit getauft wird. Wie in katholischer Tradition auch, wird das ganze Jahr über Weihwasser in der Kirche aufbewahrt, welches z.B. nach dem Kommunionempfang getrunken wird. Das letzte Bild zeigt die Kuppel der Taufkapelle von Philippi (Griechenland). Dargestellt ist die Szene der Taufe Christi im Jordan.

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