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(KOF/DH) Johannes von Gott, dem die
römisch-katholische Kirche heute gedenkt, wurde als Juao Ciudad
Duarte am 8. März 1495 in Portugal geboren.
Schon im Alter von
acht Jahren verließ er sein Elternhaus, es zog ihn ins
benachbarte Spanien, seine Eltern ließ er verzweifelt zurück.
Im spanischen Andalusien verdingte Johannes sich als Hirte und
Handlanger, später trat er auch in den Militärdienst.
Johannes war ein Abenteurer und fühlte
sich schon früh dazu berufen, Gott zu dienen. Er wusste allerdings nicht wie.
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1538 ging er nach Gibraltar, wo er eine
Buchhandlung eröffnet. Ein Jahr später hörte er dort
eine Predigt des hl. Johannes von Avilá.
Dieses Ereignis
brachte ihn dazu, sein Leben radikal zu ändern: er wurde
Krankenpfleger. Er wurde mit seiner Hinwendung vor allem zu
Geisteskranken zu einem Bahnbrecher der psychiatrischen und
hospitalen Medizin. Er erkannte beispielsweise, dass psychisch Kranke
nicht ins Gefängnis sondern in ärztliche Obhut gehören,
dass sie Pflege und Zuwendung statt Ketten und Prügel brauchen.
Vieles, was in der heutigen Krankenpflege selbstverständlich
ist, geht auf Johannes von Gott zurück.
Er gründete 1540 in Granada ein
Krankenhaus und einen Hospitalorden, die "Barmherzigen Brüder",
die bis heute in der Krankenpflege tätig sind. Seinen Beiname
"von Gott" erhielt er der Legende nach schon zu Lebzeiten
durch den Bischof von Tuy, der von seinem Einsatz für die Armen
und Kranken so beeindruckt war, dass er ihn bei einer Begegnung
spontan 'Johannes von Gott' nannte.
Zahlreiche selbstlose Taten und Wunder
sind von Johannes von Gott bezeugt. 1550, an seinem 55. Geburtstag
stirbt er in Granada an den Folgen einer Lungenentzündung, die
er sich beim Versuch, einen ertrinkenden Jungen zu retten, zugezogen
hatte. 1630 wurde Johannes von Gott selig und 1691 heilig gesprochen.
Er gilt unter anderem als Patron der Kranken und Krankenpfleger sowie
der Buchhändler.
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